Über Uns

Stefan and Katrin in Tansania (April 2022)

Stefan Scheuerl, Evangelisch-Lutherischer Pfarrer,
und die Ärztin Dr. Katrin Scheuerl, Jahrgang 1964 und 1965.
Sie haben vier erwachsene Kinder.
Mehr zu ihrer Geschichte…

Man fragt uns: Warum macht ihr das eigentlich?

Stefan

Ich stamme von einem Bauernhof im Allgäu. Der Hof brannte in den letzten Kriegstagen 1945 ab. Großvater war nur wenige Wochen zuvor in Polen gefallen. Damit war Oma Witwe und Mama Waise. Sie haben sehr gelitten. Vielleicht liegen mir drum die Waisen und Witwen so am Herzen. Die Geschwister meiner Oma hielten übrigens zusammen. Schon nach fünf Monaten feierten sie Richtfest im neuen Bauernhof. Darum glaube ich: Familie kann (fast) alles. Meine Vorfahren waren tief gläubige Leute mit einem weiten Herzen für Menschen in Not. Als ich Kind war, zogen noch viele Bettler über Land. Nachbarn haben sie weggescheucht. Meine Mutter hat nie einen abgewiesen. Darum hänge ich auch so an Jesus, meinem Erlöser. Der hat so geliebt; hat Kinder verteidigt, geknickte Frauen aufgerichtet und sein Lieben mit dem Tod bezahlt. Aber Jesus lebt und liebt. Mit ihm auch ich!

Katrin

Über die Jahre durfte ich lernen, was es heißt, ein offenes Haus zu haben und sich auch über Unvorhergesehenes zu freuen. Weil das Leben dadurch reicher und (noch) spannender wird. Ich erlebe, welches Potenzial in der Familie steckt. Tansania war auch für mich in all den Deutschland-Jahren immer präsent, und ich ahnte schon, dass es irgendwann noch einmal dorthin geht. Nun ist bei uns eine neue Lebensphase angebrochen, denn unsere vier Kinder sind erwachsen, und wir haben die Möglichkeit, uns noch einmal in die Tansanische Kirche und ihre Menschen zu investieren. Mein Traum (und unser Trau-Versprechen) war es immer, Gott und den Menschen gemeinsam zu dienen. Obwohl ich als Ärztin noch nicht genau weiß, wie meine Arbeit in Tansania diesmal aussehen wird, finde ich, dass erstaunlich viel zu unserem bisherigen Weg passt. Und ich bin sicher, dass da etwas Wunderbares und Großes wächst. Drum wage ich den Schritt – im Vertrauen auf den, der uns bis hierher geführt und gesegnet hat, Christus.

Der Plan

Umsetzung des Konzepts in drei Pilotgemeinden der Nord-Zentral-Diözese, Schulungen der Hauptamtlichen, Gewinnung von Multiplikatoren Umsetzung in weiteren Gemeinden, Umsetzung in allen Gemeinden der Diözese.