Schnappschuss Nr. 29: Kuhhandel

Wir sind wieder einmal zum Gottesdienst bzw. Stefan zum Predigen eingeladen, diesmal in einer recht kleinen Kirche.
Es geht – wie so oft bei den Massai – viel später los als angekündigt. Am Ende sind vielleicht 40 Menschen im Gottesdienst, darunter etwa nur fünf Männer. 

Andrea, der fitte diakonische Evangelist, hat uns eingeladen. 

Nach Stefans Predigt fügt Andrea noch ein paar Sätze zur Bedeutung der Diakonie hinzu und ruft dann eine alte Witwe nach vorne. 

Sie ist ein wunderbares Beispiel, was möglich ist, wenn es Leiter gibt, die sich mit ihrem Herzen und ihrer Kraft für die Bedürftigen einsetzen: 

Für diese völlig mittellose Massai-Frau hat die kleine und nicht gerade wohlhabende (!) Gemeinde sage und schreibe 900.000 Tansania-Schillinge (das entspricht aktuell 325 €) gesammelt und davon eine trächtige Kuh gekauft.
Mittlerweile hat die Kuh gekalbt, die Frau hat nun täglich Milch und kann einen Teil davon verkaufen. 

Und wenn die Kuh das nächste Mal kalbt, bekommt eine andere bedürftige Person das Kalb. 

„Diakonie bedeutet,
Bedürftige zu besuchen
und sie in der Liebe Christi aufzurichten,
damit sie selbständig leben und anderen helfen können.“

(Unser wichtigster Slogan für das Konzept)