Der Schlüssel zur barmherzigen Kirche: Die Hausgemeinden
Hausgemeinde? Jeder evangelische Christ in Nord-Tansania gehört nicht nur zur Kirchengemeinde am Ort, sondern auch automatisch zu einer „Jumuyia“-Hausgemeinde in seiner Straße. Die meisten treffen sich jeden Samstagmorgen um 6:00 Uhr (!) zu einem kurzen Gottesdienst. Jedes Mal in oder vor einem anderen Haus. Man kennt sich. Wird einer von ihnen krank, besuchen sie sich. Stirbt jemand, so sammeln sie für die Familie. Das ist ein Anfang. Doch da ist das Potenzial für noch viel mehr Diakonie drin, wenn man einen Plan hat.



Gemeinde-Diakonie schöpft aus uralten und starken Quellen
Wirklich stark werden Bewegungen nur, wenn sie mit uralten Überzeugungen übereinstimmen und tief liegende Kräfte freisetzen: Der Zusammenhalt in Familie, Nachbarschaft und Stamm. Gemeinde-Diakonie aktiviert diese Kräfte.

Gemeinde-Diakonie passt in die kirchliche Struktur
Das Konzept der Gemeinde-Diakonie passt genau in die vorhandene Struktur der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden. Es ist kein „Projekt“, sondern eine Bewegung und lässt sich ohne große Vorbildung und ohne viel Aufwand kopieren und an veränderte Bedingungen anpassen. Das geschieht bereits.

Gemeinde-Diakonie ist jetzt „dran“
2017 verabschiedete die Evangelisch-Lutherische Gesamtkirche von Tansania (ELCT) ihre erste „Diaconal Policy“. Im Jahr 2019 änderte die Nord-Zentral-Diözese ihre Verfassung und erklärt nun die Diakonie zur Aufgabe jeder Kirchengemeinde.