Schnappschuss Nr. 41: Verschnaufpause mit atemberaubender Schönheit

Weil das dritte und letzte Fortbildungs-Seminar für weitere 60 Pfarrer und Pfarrerinnen sich um eine Woche nach hinten verschiebt, kommen unsere Pläne durcheinander.
Und wie so oft müssen oder dürfen wir spontan das Beste daraus machen.

Nachdem wir die nach diesem Endspurt geplanten Exerzitien nun verpassen werden, entscheiden wir uns für eine Woche Urlaub am Meer.

Dem Tipp eines Freundes und Naturliebhabers folgend fahren wir um 4:00 Uhr in der Früh los und sind um 11:30 Uhr am Zielort, einer schlichten Lodge am Indischen Ozean inmitten von Mangroven und Korallenfelsen mit mehreren kleinen Buchten. Ganz abgelegen, völlig ruhig, ein Traum.

Unser Bungalow steht sozusagen im Wasser – bei Flut.

Hier können wir im Mangroven-Wald entlang sogenannter Kanäle bei Flut schnorcheln. 

Zum ersten Mal im Leben kann ich das total genießen:

Fühle mich wie ein Fisch in einem kunstvoll hergerichteten Aquarium. Dabei ist ja jedes Aquarium dieser Welt nur ein Versuch, genau solche phantastischen Unterwasserlandschaften nachzubilden, wenn ich es recht bedenke…

Unglaublich viel zu entdecken gibt es hier: Bunte Fische aller Couleur, mittelgroß und klein, Korallen verschiedenster Art. Eine kleine bunte Qualle, die mich an ein Raumschiff erinnert Und sogar ein Lyon-Fish, der bei Leibe nicht aussieht wie ein Fisch, und dem ich nicht zu nahe kommen möchte.

Im stillen, klaren Wasser, meist circa ein Meter tief, gleiten wir dahin und werden nach einer Weile sanft von der einsetzenden Ebbe wieder hinaus Richtung offenes Meer gezogen. 

An dieser Stelle bräuchte es natürlich ein entsprechendes Foto, aber das kann ich leider nicht liefern.

Stunden später beim Wandeln in der  fast trockenen Bucht vor unserem schlichten Bungalow bei Ebbe entdecke ich dann dieses fotogene Wesen und denke mir: Unser großer Schöpfer-Gott ist so unendlich reich – und hat Humor!