Schnappschuss Nr. 40: Run for fun!

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen. Und natürlich wird von allen ca. 250 Mitarbeitenden des Krankenhauses erwartet, dass sie mitmachen. 

Heute früh um 7 Uhr starten etwa 1000 Leute in drei Gruppen zum ersten Benefiz-Marathon für die Neugeborenen-Intensiv-Station des Selian Lutheran Hospitals, in dem ich zweimal in der Woche arbeite: 5 km, 10 km und 21,1 km. 

Ich hab mich vorsichtshalber für die kleinste Variante angemeldet, bin ich doch echt keine Joggerin. Ich walke und wandere fürs Leben gern. Aber auf Asphalt mitten durch die Stadt neben Autos und Motorrädern rennen? Eher nicht. Also auch für mich eine Premiere. 

Stefan hab ich – sozusagen aus Solidarität mit seinem Bischof – auch für diese Gruppe das T-Shirt und die Nummer besorgt. 

Und so laufen wir beide die Strecke mitten durch Arusha, Seite an Seite. Und ich werde, ohne es überhaupt angestrebt zu haben, immerhin Neunte von vermutlich einigen hundert Frauen. 

Wir treffen so einige Bekannte, denen ich mit ihrer Statur ehrlich gesagt nicht einmal drei Kilometer zugetraut hätte. 

Aber – wie unser Chefarzt noch am Freitag betonte: Run for fun! And for your health! 

Es kommt darauf an, dabei zu sein und das Ziel zu erreichen! 

Anschließend gibt es auf der Tribüne noch ein paar Ehrungen für die tansanischen Sponsoren, und dann sind wir, wie alle vom Krankenhaus, noch zum Frühstück eingeladen. 

Den (heute erfreulicherweise mal) kurzen, prägnanten Worten des Ehrengastes kann ich nur zustimmen: 

1. Solch eine Aktion stärkt die Gemeinschaft und macht Spaß.

2. Jeder hat etwas für seine Gesundheit getan, egal wie lange er oder sie für die gewählte Strecke gebraucht hat. 

3. Wir sind für einen guten Zweck gelaufen, der in gewisser Weise uns allen zugute kommt: Für die Kleinsten unter den Neugeborenen. 

Auch Stefans „Schwergewichts-Kollege“ läuft mit –
im Jacket: Dabeisein ist alles!
Geschafft!