“Ich war oft drauf und dran, meinen Mann zu verlassen…
aber unser Treue-Versprechen und das Gebet hielten mich davon ab. Nach neun Jahren hat Gott endlich meine Gebete erhört, und ich bin so dankbar!”, sagt die junge Frau vor allen Leuten.
Und nicht nur ihr kommen dabei Tränen der Dankbarkeit und Rührung.
Happy, eine junge Arusha-Frau, ist seit fast zehn Jahren verheiratet. Sie konnte damals eine neunmonatige Schneiderausbildung machen, aber ihren Beruf nie ausüben. Denn nie reichte das Geld für eine Nähmaschine.
Ihr zweites Kind starb früh. Noch hat sie keine weiteren.
Dann fiel ihr Mann vor gut zwei Jahren bei einem schweren epileptischen Anfall ins Feuer und verbrannte seinen rechten Arm so stark, dass er amputiert werden musste. Er kann kaum mehr etwas zum Unterhalt der fast mittellosen Familie beitragen.
Heute steht Happy vor etwa 60 Menschen, die sich am Samstag früh um 6.30 h zur Hausgemeinde in unserer Nachbarschaft versammelt haben, und bedankt sich für die gebrauchte Nähmaschine, die sie überreicht bekommt.
Das Geld wurde übers Jahr an den monatlichen diakonischen Samstagen gesammelt, einen kleinen Betrag hat sie selbst beigetragen, und die Kirchengemeinde hat den Rest des Kaufbetrages ergänzt.
Zur offiziellen Übergabe ist extra der stellvertretende (und neu ernannte) Bischof Dr. Godson Abel gekommen, und auch die Dekanin. Seine Worte passen genau:
„Hier wird Gottes Liebe sichtbar! Dafür ist Kirche da!
Genau solche Liebestaten sollen in der ganzen Diözese umgesetzt werden.
Und ihr Nachbarn, lasst eure Kleidung nun bei Happy nähen!“
Völlig neue Töne. Da bricht eine neue Zeit an…
Das hier mitzuerleben ist fast so schön wie Weihnachten selbst!
