Schnappschuss Nr. 31: „Hoch auf dem Gelben Wagen“

Wir sind seit 20 Stunden unterwegs, von Lindau über Zürich und Istanbul nach Nairobi. 

Im Fluggepäck unter anderem fünf (!) gebrauchte Trompeten für die Musikschule der Diözese und die Kirchengemeinde unseres Freundes Daniel sowie eine Küchenmaschine für andere Freunde.

Vor der Gepäckkontrolle des Zolls flüstert mir ein Deutscher zu: „Vorsicht! Wenn auf Ihr Gepäck Kreidestriche gemalt wurden, wird es schwierig! Dann werden sie die Koffer untersuchen, Sie zur Kasse bitten, und Sie kommen stundenlang hier nicht raus!“ 

Hm, das kann ja heiter werden…

Stefan zieht sich gerade um und legt sein tansanisches Pfarrershemd mit Kollar an, das in unserer Diözese sozusagen Pflicht-Uniform ist.

Aber: Wie von starker, unsichtbarer Hand geführt gehen wir einfach durch die Kontrolle, die Koffer werden gescannt, und keiner sagt etwas. Keine Frage, kein Kommentar. 

Danke, Herr!

Dann die mühsamen Stunden von 4 bis 9 Uhr früh bis der Shuttle-Bus nach Arusha kommt. 

Wider Erwarten ist dieser rappelvoll, und wir nehmen die beiden letzten (reservierten) Sitzplätze ein. Die vier Koffer müssen natürlich auf’s Dach! Hoch hinauf. 

Auweia, ob das gut geht?

Es geht – und alles erreicht sechs Stunden später wohlbehalten unser Zuhause in Arusha. Geschafft!

Bald rollt der Wagen…