Wir sind mal wieder zum Gottesdienst bzw. Stefan zum Predigen eingeladen, diesmal in einer kleinen Kirche circa eine Fahrstunde von unserem Zuhause entfernt.
Es geht – wie so oft bei den Massai – viel später los als angekündigt.
Am Ende sind vielleicht 40 Menschen im Gottesdienst, darunter etwa fünf Männer.
Andrea, der fitte diakonische Evangelist, hat uns eingeladen.
Nach Stefans Predigt fügt Andrea noch ein paar Sätze zur Bedeutung der Diakonie hinzu und ruft dann eine alte Witwe nach vorne.
Sie ist ein wunderbares Beispiel, was möglich ist, wenn es Leiter gibt, die sich mit ihrem Herzen und ihrer Kraft für die Bedürftigen einsetzen:
Für diese völlig mittellose Massai-Frau hat die kleine und wirklich nicht wohlhabende Gemeinde sage und schreibe 900.000 Tansania-Schillinge gesammelt (das entspricht aktuell etwa 325 €!) und davon eine trächtige Kuh gekauft.
Mittlerweile hat die Kuh gekalbt, die Frau hat nun täglich Milch und kann einen Teil davon verkaufen.
Und wenn die Kuh das nächste Mal kalbt, bekommt eine andere bedürftige Person das Kalb.
„Diakonie bedeutet,
(Unser wichtigster Slogan)
Bedürftige zu besuchen
und sie in der Liebe Christi aufzurichten,
damit sie selbständig leben und anderen helfen können.“
