Manche mögen meinen, unser Leben bestehe vor allem aus Abenteuern.
Derer gibt es tatsächlich viele, das ist spannend und schön.
Aber es gibt auch einiges, was halt sein muss, von uns erwartet wird, wir bisweilen durchziehen müssen – oder schlicht aussitzen.
So wie vergangenen Sonntag und morgen (und für Stefan sogar ein drittes Mal): Insgesamt 19 neue Pfarrer unserer Nord-Zentral-Diözese sind mit ihrer Ausbildung fertig und werden ordiniert.
Immerhin hat man die Vielen auf drei Sonntags-Gottesdienste an drei verschiedenen Orten aufgeteilt.
Das bedeutet: Ein festlicher Gottesdienst in Pavillons (da die Kirche viel zu klein ist), bei der nicht nur der Großteil der über 110 Pfarrers-Kollegen und -Kolleginnen sowie die gesamte Diözesen-Leitung anwesend ist, sondern auch ein guter Anteil der Ehefrauen bzw. -Männer. Dazu viele Evangelisten, einige hochrangige Leute aus der Politik, mindestens vier bis sechs Chöre und viele, viele Gemeindeglieder aus nah und fern. Vielleicht zweitausend Leute?
Mit dem Gottesdienst und der Amtseinführung wären wir eigentlich nach vier (!) Stunden durch gewesen,
… hätte sich dann nicht der Teil mit den Geschenken und Reden angeschlossen, der sich sage und schreibe noch einmal fast zwei Stunden lang hinzog.
Puh, da braucht man echt gutes Sitzfleisch und Langmut!
Beides haben die Menschen hier! Auch die anwesenden Kinder halten erstaunlich lange brav durch.
Essen gibt es erst ganz am Schluss, für alle.
Als wir gegen 17.30 Uhr endlich zu Hause ankommen, müssen wir unbedingt noch schnell ein wenig raus und uns bewegen.
Gott sei Dank können wir ja ganz in der Nähe gleich in die Natur, wo kaum mehr Menschen leben.
So lassen wir den langen Sonntag zwischen Kieferplantagen und Maisfeldern mit Blick auf den von letzten Sonnenstrahlen beschienenen Mount Meru ausklingen und dieses „Multikulti-Foto“ entsteht.
