Wageni ni baraka – Gäste sind ein Segen! Und eine große Freude!
Nun ist schon die zweite unserer Töchter zu uns gekommen, und dann noch Stefans Neffe.
Wir haben das große Privileg, zu viert mit Steve Friberg (der amerikanische Arzt, siehe Schnappschuss Nr. 17) auf seinen Lieblings-Hausberg, den Kitumbeine, steigen zu dürfen.
Nach der ersten Zelt-Übernachtung auf halber Höhe und einem gigantischen Sonnenaufgang mit Blick auf den Kilimandscharo und den Mount Meru geht es schwer bepackt zum Drei-Gipfel-Plateau auf 2800 m Höhe.
Wir müssen alles hochtragen – auch unser Wasser.
Sobald wir in den Wald kommen, flüstern wir nur noch: Vielleicht sehen wir ja ein paar Büffel.
Kleine Instruktion unseres begeisterten Bergführers, der schon mehr als 20 (!) Mal hier oben war: „Wenn ein Büffel euch zu nahe kommt, schmeißt euren Rucksack von euch und legt euch flach auf den Boden! Dann kann er euch nicht in die Luft werfen und lässt euch in Ruhe.“
Aha.
Ich bin mir ganz nicht so sicher, ob ich diese gewaltigen Tiere überhaupt sehen will, vor denen sich selbst die Massai fürchten…
Mitten in der Nacht hören wir ihr Schnaufen direkt neben den Zelten. Das schauen wir aber vorsichtshalber nicht auch noch an.
Die Natur wird immer dichter, schöner, vielfältiger. Unbeschreiblich schön.
Hier oben wächst viel hohes Büschelgras, Lianen hängen von den großen Bäumen, ellenlange Bart-Flechten lassen den Wald märchenhaft aussehen.
Und kein Mensch weit und breit. Zwei Tage lang!
Wir schlagen unser minimalistisches Camp inmitten dieser völlig unberührten Natur auf und erkunden stundenlang ehrfurchtsvoll die hügelige Landschaft.
Wir beobachten eine Gruppe von Eland-Antilopen, („leider“ keine Büffel) und sind immer wieder tief berührt von dieser Schönheit und der Stille, die keiner von uns jemals so erlebt hat.
Das macht zwei Tage ohne jeglichen Komfort alle mal wett…
