
Wir sind in von Pfarrer Elias zum Diakonie-Seminar in die Gemeinde Endulen eingeladen, die mitten im Ngorongoro-Nationalpark liegt.
Seinem großen Organisationstalent und Charisma ist es zu verdanken, dass wir – sogar zusammen mit unserer Tochter Rebekka (Der erste Besuch aus unserer Familie!) – ein Stück weit durch dieses Weltkulturerbe fahren dürfen, ohne Eintritt zu zahlen.
Unter strengen Auflagen dürfen die Massai hier (noch) leben – mitten unter den wilden Tieren. Eine traumhaft schöne, unberührte Landschaft mit satt-grünen Weiden (denn es ist Regenzeit), Bäumen, Blumen, Bergen und schier unendlichen Weiten.
Afrika wie aus dem Bildband, wie aus einer anderen, längst vergangenen Zeit.
Wir staunen und sind immer wieder ergriffen von dieser Schönheit!
Am Samstag stehen wir früh auf, um an den Hausgemeinde-Treffen teilzunehmen, für die wir aufgeteilt werden. Ich gehe mit einigen Einheimischen bei Sonnenaufgang zu Fuß durchs Dorf – und stehe plötzlich direkt neben einer Giraffe. Träume ich?
Heute Nacht waren auch die Elefanten wieder ganz nah, heißt es.
Zebras stehen manchmal einfach zwischen den Rindern, Ziegen und Schafen.
Für die Bewohner hier ist das Alltag.
Am Sonntag kommt eine Schülerin zu spät zum Taufgottesdienst, weil ein Elefant auf ihren Weg steht – dem gewährt sie lieber den Vortritt.
Wahrscheinlich war er es auch, der in der Nacht im Schulhof einen Baum umgerissen und seine riesigen „Äpfel“ auf dem Weg hinterlassen hat…

Auf der sehr abenteuerlichen Heimreise (dazu später mehr) treffen wir auf eine Gruppe von Büffeln, keine drei Meter von uns entfernt. Die Büffelkuh hat ein ganz frisches Junges bei sich. Da warten wir doch lieber ab, bis die beiden im Gebüsch verschwunden sind…