Kann es sein, dass ich schon seit drei Wochen in Deutschland bin?
Am Tage ist es manchmal, als sei ich nie weg gewesen – allerdings mit ziemlich langem Filmriss, weil auf einmal Winter ist. So vieles ist vertraut…
Nachts holt es mich dann öfter ein und ich bin in Tansania.
Was für Gegensätze!
Während Stefan bei ca. 27 Grad seine letzten großen Seminare für die etwa 1000 Evangelisten der Diözese hält und unglaublich viel zu tun hat (denn er muss ja meine Arbeit mit übernehmen), reise ich mit der Bahn in Hochgeschwindigkeit einmal längs durch Deutschland.
Wie wunderbar, die Kinder wieder in die Arme zu schließen und Zeit mit ihnen zu verbringen! Und meinen Papa, meine Schwieger-Familie, meine Schwester im hohen Norden und meine Freundin im winterlichen Berlin.
Die Sonnentage sollte man im Winter im Kalender (und im Herzen) einkreisen – und ausschöpfen. Denn es sind so wenige.
Der Autoverkehr ist so geordnet und ruhig. Keine Motorräder! Keine Verkehrspolizei.
Wie ordentlich und diszipliniert hier alles abläuft…und wie flott…
Aber: Viele Menschen sind bedrückt. Das große „C“-Thema nimmt enormen Raum ein. In den Medien, in den Gesprächen, in den Herzen.
Viele wirken verzagt, verunsichert. Verletzt, entzweit gar. Oder einfach nur genervt.
Wo ist die Hoffnung geblieben? In unserer Wohnung finde ich eine Karte:
Choose HOPE not fear
